Bruck Open 2021 - Rückblick

Über ein Jahr gab es in Europa keine ITSF Turniere. Umso überwältigender war es endlich wieder ein TFBÖ Challenger/ITSF Masters austragen und spielen zu dürfen. Ganz besonders bleibt mir hier Ecaterina Sarbulescu in Erinnerung, sie war schlicht zu Tränen gerührt als sie in die Halle kam und ich denke da ging es vielen so.

Als Igels bedanken wir uns noch ganz besonders bei Gabriel Breuer für seine tolle 3 G Kontrolle. Diese schwierige Position hat er mit Bravur gemeistert. Jeder der da war hat gemerkt, dass bei uns ohne den Kids ohnehin nix läuft. DANKE ihr seid spitze.

Jetzt aber zum Sportlichen Aspekt. Nach dieser langen Pause waren alle heiß darauf sich neu zu beweisen und einige SpielerInnen konnten hier für Überraschungen sorgen.

Freitag - 9. Juli 2021

Am Freitag ging es mit dem Classic Doppel los. Ab 2021 ist das auch in Österreich ein "Hauptbewerb" mit Österreichischen Meisterschaft (Staats). Bei einem starken Feld von 50 Teams konnten sich Kevin Hundstorfer und Matthias Schöpf den Sieg holen, gefolgt von Jakob Heinreichsberger/Sascha Guscheh und Pascal Salzgeber/Guliano Bentivoglio

Im Anschluss kam das Mixed Doppel, in welchem Kevin Hundstorfer und Mathias Schöpf direkt ihre starke Form zeigen konnten. Im Finale haben Kevin Hundstorfer und Sophie Csar (Jobstmann) gegen Matthias Schöpf und Viktoria Ackerl gewonnen. Den 3. Platz können Stephan Mikula und Katrin Bauer bei ihrem Erstantritt als Team sichern.

Samstag - 10. Juli 2021


Am Samstag wird das Turnier dann mit dem Offenen Einzel fortgesetzt. 104 Spieler aus 11 Nationen garantieren einen spannenden Bewerb. Thomas Haas kann sich nach seinem Sieg beim letzten Masters in Österreich 2019 auch 2021 durchsetzen und gewinnt im Finale gegen Matthias Schöpf. Den 3. Platz holt sich Benjamin Willfort!

Bei den Damen werden Verena Rohrer, Ecaterina Sarbulescu und Sophie Csar(Jobstmann) ihren Setzungen gerecht und platzieren sich in dieser Reihenfolge auf dem Treppchen!

Im Senioren Einzel kann sich Hermann Fritsche aus der Schweiz den Sieg holen. Dicht gefolgt von Robert Mauer und Reinhard Wiege.



Die Junioren bestreiten am Samstag direkt die Einzel- und Doppel-Bewerbe. Hier kann Stefan Burmetler wieder einmal seine besondere Klasse beweisen und gewinnt beide Bewerbe, obwohl mit Adrian und Erik Brustein besonders starke Gegner aus dem Ausland dabei sind. Adrian Brustein belegte den 2. Platz und sein Bruder, Erik Brustein, den 3.

Im Junioren Doppel können unsere heimischen Junioren zeigen was sie draufhaben und zuletzt belegen Laurin Breuer und Jan Kurz den 2. und Katharina Engel und Ludwig Gansch den 3. Platz. Beiden Teams gelingt der Sieg über die Brustein Brüder (ganz starke Leistung), nur Stefan Burmetler und Markus Engel bleiben ungeschlagen.

Sonntag - 11. Juli 2021


Am Sonntag kommen manche Teams frisch dazu, andere Spieler versuchen nochmal die letzten Reserven zu aktivieren und es kommt zu einigen spannenden Wendungen.

Im Senioren Doppel war es sehr spannend! Im Siegerstraßen 1/2 Finale haben Fritsche/Strassnigg die Späteren Sieger Mauer/Baars bezwungen. Im Siegerstraßen Finale haben sie dann aber gegen Wiege/Kremsleitner verloren und in den entscheidenden Spielen konnten sich dann zweimal Mauer/Baars durchsetzen. So kommt es zu: 1. Platz Robert Mauer/Bernd Baars 2. Platz Reinhard Wiege/Markus Kremsleitner 3. Platz Hermann Fritsche/Walter Strassnigg

Das Damen Doppel konnte hier noch eins draufsetzen. Auf der Siegerstraße kam es schon in der ersten Runde zu einer relativ großen Überraschung, Künig/Gecse bezwingen im 1/8 Finale Scheuer/Holler. Auf der anderen Seite besiegen im 1/4 Finale Vilim/Kogelnik die Mitfavoriten Rohrer/Astleitner. Somit kommt es zum 1/2 Finale Vilim/Kogelnik gegen Engel/Edlmayr in dem sich die Junioren Mädels aus Österreich durchsetzen können. damit ist Katharina Engel und Laura Edlmayr der 3. Platz fix! Durch die relativ frühen Niederlagen treffen sich Rohrer/Astleitner und Scheuer/Holler schon in der ersten Verliererstraßen Runde. Hier setzen sich die Favoriten Rohrer/Astleitner durch. Im Spiel von 5 auf 4 ist dann für Rohrer/Astleitner endgültig Schluss gegen Ecaterina Sarbulescu/Andrea Ikervari. Diese gewinnen dann von 4 auf 3 gegen Ackerl/Berger von 3 auf 2 gegen Engel/Edelmayr und müssen sich im Finale gegen die ungeschlagenen Siegerinnen Sophie Csar(Jobstmann) mit ihrer aus der Babypause zurückgekehrten Partnerin Susanne Suvajac geschlagen geben.


Im Offenen Doppel sind mit 116 Spielern die meisten Teilnehmer in einem Bewerb. Im 1/16 Finale gab es hier eine große Überraschung, Valentin Mähner/Judith Spielauer besiegen hier Dalibor Suvajac/Alexander Lukas. Suvajac/Lukas haben 2019 das Pielachtal Open sowie in der Quali alle Spiele gewonnen, umso überraschender war der Sieg von Mähner/Spielauer.

Im 1/2 Finale kommt es dann zur nächsten Überraschung Sebastian Wiesinger/Wolfgang Breuer gewinnen gegen die Turnier Favoriten Kevin Hundstorfer/Matthias Schöpf. Sebastian Wiesinger gelingt damit sein erster Finaleinzug bei einem Challenger/Masters Turnier.

Im anderen 1/2 Finale stehen sich 4 Österreichische Nationalteam Spieler gegenüber. Lukas Mayerhofer/Benjamin Willfort gegen Stephan Mikula/Bernhard Kraus. Mayerhofer/Willfort können das Spiel für sich entscheiden, dadurch entsteht das kleine Finale Hundstorfer/Schöpf gegen Mikula/Kraus.

Wenn man sich das ganze Turnier von Hundstorfer/Schöpf anschaut, kommt es auch hier zu einem überraschenden Sieg von Mikula/Kraus. Hundstorfer/Schöpf haben immerhin das Classic Doppel gewonnen, im Mixed 1 und 2 belegt und im Offenen Einzel hat Hundstorfer gegen Schöpf verloren welcher 2. wurde.

Das große Finale war aus Sicht der "Hunting Igels" schon vor dem Anpfiff ein Gewinn, immerhin konnten sich bei diesem starken Feld 3 Spieler der Bundesliga Mannschaft Igels Graz bis ins Finale durchkämpfen. (Benni, Basti, Wolfi und auch Luki aus dem Pielachtal ist in Graz gern gesehen).

Nach drei hart umkämpften Sätzen kam es dann im 4. Satz beim Stand von 3:3 zu einem Medizinischen Timeout für Lukas Mayerhofer (Kreislauf bedingt). Nach dem Timeout können Wiesinger/Breuer den 4. Satz für sich entscheiden und auf 2:2 stellen. In der Satzpause benötigt auch Wolfgang Breuer ein Medizinisches Timeout. Als dieses zu Ende ist, kann Lukas Mayerhofer leider nicht weiterspielen. Wiesinger/Breuer zeigen hier absoluten Sportgeist und nehmen den Sieg durch Aufgabe nicht an. Das Preisgeld wird durch vier geteilt, die Entscheidung des Sieges erfolgt durch Münzwurf von Schiedsrichter Thomas Haas: Der erste Münzwurf für die Pokale (Mayerhofer/Willfort), der zweite für den Masters Sieg und die ITSF Punkte (Mayerhofer/Willfort) und der dritte Münzwurf für den Sieg des TFBÖ Challenger und die Punkte in der nationalen Rangliste (Wiesinger/Breuer).


Mit diesem turbulenten Finale ging ein wunderbares Turnier zu Ende.

Das Team der "Hunting Igels" Graz dankt an dieser Stelle nochmal allen, die das möglich gemacht haben, ihr seid spitze! Bis zum nächsten Mal #FoosOn

Noch mehr Bilder findet ihr in der Fotogallerie.