Garlando World Series 2019
– Der Rückblick

Autorin: Astrid Franz

Wer die Garlando WS schon öfter besucht hat weiß, dass diese normalerweise Mitte Juli ausgetragen wurde. Doch dieses Jahr mussten wir uns einen anderen Termin suchen, weil der World Cup 2019 zu unserem Standardtermin ausgetragen werden wird. Das Risiko der Spielereinbußen zu Ostern war uns bewusst, doch glücklicherweise wurden wir verschont und konnten uns über genau 350 Spieler aus über 15 Nationen von 18. bis 21. April 2019 freuen!

 

Schon am Montag begannen unsere fleißigen Helfer mit dem Aufbau der Tische; am Dienstag wurden dann neben den Tischen auch die Tribünen und ein Teil der Finalarena aufgebaut. Am Mittwoch wurden die Turnierleitung, die IT und der Rest finalisiert.

Am Donnerstag, den 18. April, hieß es dann wieder „Herzlich Willkommen“ in der Prandtauerhalle in St. Pölten.

Der erste Turniertag startete mit den Qualifikationsrunden in den Nationalteambewerben der Herren, Damen und Senioren und der Qualifikation im Warm up Doppel. Nach der Qualifikationsphase und der Eröffnungszeremonie, bei der auch aus allen drei Sportverbänden (SU, ASKÖ und ASVÖ) Vertreter anwesend waren, ging es dann in die heiße Phase. Zuerst spielten die Junioren Nationalteams aus Deutschland und Österreich um den Titel, wo sich Österreich im Penaltyschießen ganz knapp durchsetzen konnte. Kurz darauf waren unsere Senioren Nationalteams an der Reihe, hier setzte sich Österreich vor den Sirs aus Großbritannien durch, den 3ten Platz belegte die Mannschaft aus Deutschland. Bei den Damen ging es ähnlich spannend zu. Zuerst konnte sich das Team aus Deutschland im Penaltyschießen gegen die starken Damen aus der Schweiz durchsetzen. Im Finale gegen die Mannschaft aus Österreich kam es ebenfalls zu einem Penaltyschießen, bei dem Österreich aber die Oberhand behielt und den Titel ein weiteres Mal verteidigen konnte. Bei den Herren stiegen 8 der 9 Teams in die Single KO Runde auf. In der ersten Runde setzten sich Deutschland gegen Russland, die Schweiz gegen Tschechien, Österreich gegen die Türkei und Serbien gegen Slowenien durch. Die Halbfinalspiele zwischen Deutschland und der Schweiz und Österreich gegen Serbien waren spannend und voller Emotion, letztendlich zogen die Teams aus Österreich und der Schweiz ins Finale ein. Dort mussten sich die Lokalmatadore den Seriensiegern aus der Schweiz knapp geschlagen geben. Bereits zum 3ten Mal in Folge ging der Titel in die Schweiz. Im Spiel um Platz 3 wurde bis zum Schluss gekämpft und am Ende holte sich das Team aus Serbien die Medaillen.
Parallel zum Nationalteambewerb spielten 65 der 81 angemeldeten Teams die Eliminationsrunde im Warm up Doppel. Am Ende waren die drei Teams ganz vorne, die auch die Qualifikationsrunde dominiert hatten. Der Sieg ging an Vladimir Drabik und Kevin Hundstorfer, die sich schon für Samstag warm spielen konnten. Den zweiten Platz belegten die Brüder Michael und Raffael Hackspiel und Rang 3 ging an Mario Binder und Florian Pohn-Weidinger, die 12 Stunden vor Bewerbsstart noch nicht einmal wussten, dass sie miteinander antreten werden. Der Donnerstag wurde mit dem DYP für ausgeschiedene Spieler abgeschlossen, hier setzten sich David Detre (HUN) mit Partner Andreas Gruber (AUT) vor Kenneth Kellner (AUT) und Elias Wysser (CHE) und Norman Waser (AUT) mit Partner Hermann Fritsche (CHE) durch.

Freitag war dann Tag der Einzelbewerbe, den ganzen Vormittag wurden in den Kategorien Junioren, Senioren, Damen und Herren die Qualifikationsspiele ausgetragen. Nach der Mittagspause ging es dann im Single KO weiter. Bei den Nachwuchsspielern konnte sich Österreich über den großartigen Erfolg ihres Sonnenscheins, Stefan Burmetler freuen. Er setzte sich im Finale gegen Adrian Brustein (GER) durch. Im Spiel um Platz 3 konnte sich Erik Brustein (GER) gegen Elli McDonald (AUT) durchsetzen. Neben dem Nachwuchs war auch ganz viel Erfahrung am Start, im Senioreneinzel kämpften insgesamt 27 Männer um den Sieg. Am Ende ging der Sieg in einem spannenden Finale an den sympathischen Schweizer Roland Prisi. Platz 2 holte sich Christian Auer, die Maschine aus Österreich. Den 3ten Platz belegte Detlef Freitag aus Deutschland.
Bei den Damen erreichten 59 der 66 Qualispielerinnen die Singel KO Runde. Nach vielen spannenden Runden kam es aus österreichischer Sicht zum absoluten Traumergebnis. Sophie Jobstmann konnte ihren Titel aus dem Vorjahr im Finale gegen Marina Tabakovic verteidigen. Im Spiel um Platz 3 setzte sich Melissa Mosser (AUT) gegen Susanne Holocher (GER) durch und somit war das rot-weiß-rote Podest perfekt!
Im Offenen Einzel waren 205 Spieler (ohne Gesetzte) am Start, davon erreichten 162 die Eliminationsrunde. Nach 8 Runden stand der Sieger dann endlich fest, Marcel Glaus (CHE) holte sich den lang ersehnten Titel. Er setzte sich im Finale gegen den starken Deutschen, Thomas Haas durch. Das Spiel um Platz 3 war ein Österreicherduell, Bernhard Kraus konnte sich gegen Raffael Hackspiel behaupten und holte sich die Bronzemedaille. Wenn man sich die Ergebnisliste im Einzel weiter ansieht kann man aus rot-weiß-roter Sicht sehr stolz sein, so viele Topplatzierungen aus Österreich sprechen für das hohe Niveau. Herausheben muss man auch den starken 9ten Platz von Verena Rohrer (AUT), sie hatte erst gegen den späteren Sieger das Nachsehen – eine tolle Leistung! Am Nachmittag startete dann auch noch die Mixedqualifikation. 78 Teams (ohne Gesetze) gingen an den Start und 62 von ihnen erreichten die Hauptrunde.
Abgeschlossen wurde der Freitag mit den Funbewerben Forward Shootout und Goalie War. Der Sieg im Forward Shootout ging an Tibor Varsanyi (HUN) vor Vladimir Kojic (SRB) und Raphael Hirschi (CHE). Im Goalie War krönte sich Refik Yucel (TUR) zum Sieger. Platz 2 ging an Andreas Breuer (AUT) vor Christian Hodler (CHE).

Der Samstag stand dann ganz im Zeichen der Doppel. Am Vormittag wurde in allen 4 Kategorien (J/S/D/O) die Qualifikation ausgetragen. Bei den Junioren spielten alle 7 Teams gegeneinander und konnten sich für die Hauptrunde qualifizieren. Im Seniorendoppel waren 13 Teams am Start; auch hier erreichten alle Mannschaften die KO Runde. Im Damen Doppel nahmen 27 Teams an der Qualifikationsrunde teil, für 24 Teams (plus Gesetzte) ging es dann am Nachmittag im Single KO weiter. Im Offenen Doppel matchten sich 102 Teams um den Vorrundensieg, von 23 Mannschaften mussten wir uns leider verabschieden.
Nach der Qualifikation im Doppel ging es mit dem Mixed weiter. Am Ende konnten sich Sophie Jobstmann (AUT) und Kevin Hundstorfer (AUT) vor den schweizer Teams Hannes Wallimann und Sandra Gäumann, sowie Dina Mettler und Roland Prisi durchsetzen. Nachmittags wurden dann auch die KO Runden in den Doppelbewerben gestartet. Bei den Junioren dominierten die Nachwuchstalente aus Deutschland das Geschehen. Der Sieg ging an Michel Klaffke und Patrick Handschuh vor den Brüdern Erik und Adrian Brustein, Bronze sicherten sich Stefan Burmetler (AUT) und Ludwig Gansch (AUT).
Auch bei den älteren Teilnehmern dominierten unsere Nachbarn aus Deutschland. Mit Helmut Hanekamp (GER) und Dirk Droese (GER) auf Platz 1, Ulrich Stoepel (GER) und Klaus Gottesleben (GER) auf Platz 2 und Heinz Kiesling (GER) und Detlef Freitag (GER) feierte Deutschland einen Dreifachsieg. Im Damen Doppel konnten sich die Vorjahressiegerinnen Verena Rohrer (AUT) und Sabrina Astleitner (AUT) erneut durchsetzen und sich mit dem Titel belohnen. Silber ging an Tamara Jedlicska (HUN) und Noemi Takacs (HUN) und Bronze an Ecaterina Sarbulescu (ROU) und My Linh Tran (DEU), die sich gegen die Österreicherinnen Karen Scheuer und Marina Tabakovic im Spiel um Platz 3 durchsetzen konnten.
Im Offenen Doppel bewiesen Kevin Hundstorfer (AUT) und Vladimir Drabik (AUT) einmal mehr, dass sie eines der stärksten Doppel auf Garlando bilden. Sie setzen sich im Finale gegen das Doppel Hannes Wallimann und Pascal Salzgeber aus der Schweiz durch. Den 3ten Platz erspielten sich die starken Tiroler Matthias Schöpf (AUT) und Sandro Grüner (AUT). Ein sehr schönes Ergebnis aus österreichischer Sicht.
Am Samstagnachmittag startete dann das allseits beliebte Old School Doppel. Nachdem sich für den Bewerb nur ausgeschiedene Spieler anmelden konnten, waren die 91 Doppel eine großartige Anmeldezahl. Der Bewerb wurde am Samstag gestartet und am Sonntag fortgesetzt.

Neben dem Old School Doppel wurden am Sonntag auch die Classic Doppel Bewerbe durchgeführt. Man entschied sich für das System mit Auflage auf der Verteidigerreihe und erlaubten Standpässen. Das Junioren Classic Doppel wurde bereits am Vortag gespielt, hier krönten sich Stefan Burmetler (AUT) und Laurin Breuer (AUT) als Sieger. Silber ging an Michel Klaffke (GER) und Patrick Handschuh (GER) vor Erik und Adrian Brustein (GER).
Im Classic Senioren Doppel konnten Heinz Kiessling (GER) und Detlef Freitag (GER) den Sieg feiern. Ulrich Stoepel (GER) und Klaus Gottesleben (GER) sicherten sich Platz 2. Bronze ging an die Michael Pollirer (AUT) und Johannes Derntl (AUT).
Bei den Damen gab es auch ein rein deutsches Finale, der Sieg ging an Sabine Brose mit Partnerin Jessica Bechtel vor Vanessa Pütz und Irma Del Grosso. Das Podest komplettierten Sophie Jobstmann (AUT) mit Partnerin Astrid Franz (AUT).
Im Offenen Classic Doppel ging es heiß her. Am Ende konnten sich Laszlo Teke (SRB) und Branislav Kovacevic (SRB) durchsetzen. Silber ging an Wolfgang Breuer (AUT) und Lukas Mayerhofer (AUT). Platz 3 belegte Cihan An (TUR) mit Partner Christoph Zimmermann (CHE). Ziemlich zeitgleich wurden auch die ersten drei Plätze im Old School Doppel vergeben. Der Sieg ging an Cihan An und Branislav Kovacevic, vor Marco Patrick Niedermayer (AUT) und Stephan Mikula (AUT) aus Tirol. Platz 3 erspielten sich Christian Stüdi (CHE) und Igor Babic (SRB).

Gegen 18:30 konnten wir den letzten Bewerb der Garlando WS 2019 schließen.

Der neue TFBÖ Vorstand möchte sich bei ganz vielen Personen bedanken, ohne die es nicht möglich gewesen wäre dieses großartige Turnier so reibungslos über die Bühne zu bringen.
Jonas, Kenneth, Sebastian B., Andreas vielen Dank für den Auf- und Abbau!
Milos und Milan, unsere Freunde die extra aus Serbien angereist sind um uns hinter der Turnierleitung zu unterstützen! Raphael den wir für die besonders stressigen Phasen mobilisieren konnten. Bei all unseren Tischdoktoren, allen voran Andreas und Norman die gefühlt im Minutentakt Griffe befestigt haben. Florian, der sich sowohl auf die Siegerehrungen als auch für die Eröffnung perfekt vorbereitet hat und dem ganzen einen schönen Rahmen verleihen konnte.
Darüber hinaus bedanken wir uns bei Sebastian S., Sophie, Marina, Angelika, Katharina und vielen weiteren Helfern, die mit uns das Turnier am Laufen hielten. Großer Dank geht auch an unseren Head Referee Stephan und unseren IT Spezialisten Marco auf die immer Verlass war.
Und natürlich bedanken wir uns bei Thomas Wagner, der trotz seines Ausscheidens aus dem TFBÖ Vorstand all seine Kontakte mobilisiert hat und uns vor Ort mehr als nur unterstützt hat – ohne dich wäre diese Veranstaltung nicht möglich gewesen!
Natürlich möchten wir uns nochmals bei der Stadt St. Pölten bedanken, die uns die letzten Jahre immer großzügig unterstützt hat. Außerdem gilt unser Dank Rudi, dem Hallenwart und seiner Gattin, für die wirklich keines unserer Anliegen ein Problem darzustellen schien.

Abschließend bedanken wir uns bei euch Spielern, ohne eurer Teilnahme bringen die besten Voraussetzungen nichts. :)

P.S. Vielen Dank für die Spenden für unser Junioren Nationalteam.

Wir freuen uns auf die WS 2020!